Erdabbau

Nach wie vor saßen wir auf unserem Berg Erde. Naja, nicht direkt. Darauf gesessen haben eher die Hunde und kleinere Besucher. Für die war der Berg ein echtes Highlight.
Raufklettern, Runterrutschen, Buddeln … alles ging. Waschmaschine und Badewanne waren „erfreut“ über reichlich Arbeit. Schließlich geht es um lehmigen Boden, nicht um Buddelsand, der oft reichlich in Schuhen zu finden ist, sich von Kleidung und Menschen aber ganz gut abklopfen  lässt. 😉

Er sollte dennoch weg – der Berg. Wir musst ihn bei schönem Wetter schon immer etwas feucht halten, damit nicht so viel Staub in den Pool geweht wird. Und letztendlich hatten wir ein Minigebirge im Garten eigentlich nicht geplant. Aber wohin damit? Nochmal bei Entsorgern angefragt: Manche kamen gar nicht erst (wegen Kostenangebot). Der den Berg in Augenschein nahm, hatte dann rund 1000 Euro kalkuliert …. 🙁 Das war uns doch entschieden zu viel.

Also doch im Garten verteilen. Ich hatte mir inzwischen überlegt, an der östlichen Grundstücksgrenze, wo vorher der Graben war, einen kleinen Wall anzulegen und den dann zu bepflanzen. Angedacht sind Gehölze, die nicht so groß werden. Wäre auch gleich ein schöner Sichtschutz – irgendwann, wenn der Bewuchs dicht geworden ist.
Aber wie die Erde da hin bringen? Schubkarre? Och nee, das was wir bis dato bewegt hatten, reichte mir eigentlich schon. Und es lagen bestimmt noch 30 Kubikmeter da.
Durch Zufall sah ich einen Mini-Radlader auf einem PKW-Anhänger. Da kam mir die Idee, dass man so etwas doch bestimmt mieten kann. In dieser Größe könnte man den gut selbst bewegen und er würden unsere Wiese überleben lassen *g*. Davor graute mir nämlich beim Gedanken an schwere Technik: Dass unsere Wiese durch die Hin- und Herfahrerei richtig Schaden nehmen würde.

Also haben wir uns bei ein paar Anbietern in der Gegend umgehört und siehe da: Das beste Angebot hatte der (vermeintlich) teuerste Baumarkt. Kleine Radlader in 3 Größen zur Auswahl und moderater Mietpreis plus Dieselverbrauch. Für Anliefern und Abholen fiele zusammen 30 Euro an. Da kann man nicht meckern. Nur für die Anlieferung einer kleinen Couch (2 Sitzer) wollte zum Beispiel das ortsansässige Möbelhaus (! 5 km Entfernung) satte 50 Euro Liefergebühr. Also ein Hoch auf den kleinen Baumarkt!  Radlader angemietet und los.

Frühmorgens war das Teil da. Erst mal ein bissel mit den vielen Hebeln geübt. War nicht sooo schwierig und dann ran an die Arbeit. Kurz gefrühstückt … bis zum Mittag waren wir schon fast fertig. Mit dem Wetter hatten wir auch richtig Glück. Schwupsdiwupp wuchs da ein Wall … aber Erde war immer noch über.

Neben dem Komposthaufen hatte ich die vor dem Poolbau abgetragene Grasnarbe aufgestapelt. Die war inzwischen hübsch ineinander verwachsen und natürlich brauchten wir die Stücken doch nicht mehr … Also kam da auch noch eine ordentliche Schicht Erde drauf. Mit der Schaufel ließ sich das auch etwas glätten. Der Hügel soll Lupinenhügel werden. Die mag ich sehr und ich hoffe, sie werden wuchern. Dazu Wildblumen … das wird bestimmt toll aussehen.

Die restliche Erde kam hinter die alte Gartenhütte, wo auch ein „Loch“ war und an die Grenze zum westlichen Nachbarn, wo der Boden ein paar Zentimeter (also maximal so 10 cm) höher ist. Irgendwann muss das nur noch richtig glatt gemacht und Rasen angesät werden. Mit der Technik kamen wir da nicht so ran, wegen des Hochbeetes, um das die Kürbisse wuchern und wegen der Sträucher und Obstbäumchen auf dieser Seite.